Reise nach Äthiopien
vom 27. März 2004 bis zum 20. April 2004
Teil 6: Unsere Tage in Dembi Dollo und die BESS-Schule
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Auf den folgenden Seiten möchte ich anhand unserer Fotos etwas über
Äthiopien und unsere Reise dorthin erzählen. Mehr Hintergrundinformationen,
auch zu laufenden Projekten, gibt es auf unserer
Äthiopien-Homepage.
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9. April 2004
Um 9 Uhr gehen wir zum Karfreitags-Gottesdienst. Wir bleiben allerdings nicht bis zum Ende,
was auch für die Äthiopier OK ist, weil sie wissen, dass die Ausländer nicht
so lange Gottesdienste haben. Nach einem kurzem Mittagsschlaf machen wir uns zu Fuß
zur Elite-Schule BESS auf den Weg. Dort wohnt auch das deutsche Ehepaar Elke und Michel,
die in Äthiopien als Entwicklungshelfer arbeiten. Wir bewundern ihr gemütliches
kleines Haus mit dem tollen Ausblick. Am Abend hält Ricarda in unserer Unterkunft
für die äthiopischen Jugendlichen einen Vortag über Dietrich Bonhoeffer.
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Der Weg zur BESS-Schule ist sehr hügelig. Es macht uns aber großen
Spaß, durch die exotische Natur zu laufen und die fremden Pflanzen
zu bewundern.
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Auf dem BESS-Gelände angekommen, laufen wir als erstes zum Haus von
Elke und Michel, das idyllisch auf einem Hügel liegt.
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Innen ist das Haus sehr gemütlich eingerichtet. Im Wohnzimmer machen wir
es uns bequem.
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Besonders faszinierend finde ich, dass Elke und Michel über ein
Notebook mit Internetzugang verfügen, obwohl wir uns weitab jeglicher
Zivilisation befinden. Ein Generator auf dem BESS-Gelände liefert pro
Tag ein paar Stunden Strom. Der Internetzugang erfolgt über die analoge
Telefonverbindung, die allerdings wetterabhängig ist, weil die Signale im
Dschungel per Richtfunk übertragen werden. Bei Regen kommt es somit zu
Problemen.
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10. April 2004
Während sich die anderen heute mit einem AIDS-Waisen-Projekt beschäftigen, bin
ich den ganzen Tag mit Michel unterwegs. In Dembi Dollo beginnen sich langsam die ersten
Computer breit zu machen. Dabei gibt es aber so einige Probleme: der feine Staub setzt
sich überall in der Hardware fest, im Strom- und Telefonnetz gibt es große
Spannungsschwankungen, die schnell einzelne Komponenten durchbrennen lassen. Wir schauen
in einigen Büros vorbei, die neuerdings einen Computer haben und versuchen, die
defekten Komponenten zu reparieren. Am Abend ist unsere Gruppe beim Bischof Tefferi Berkessa
zum Abendessen eingeladen.
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Hier sitzen wir im Haus von Bischof Tefferi Berkessa und essen Abendbrot.
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11. April 2004
Franzi lernt heute für ihre Prüfungen, während der Rest unserer Gruppe
einen schönen Spaziergang macht. Zum Mittagessen sind wir bei Tefferi Dina, einem
hohen Kirchenvertreter, eingeladen. Nach dem Essen machen wir noch einen Spaziergang.
Die restliche Zeit des Tages verbringen wir in unserem Compound. Wir zeichnen noch ein
paar Interviews mit unserer Kamera auf und besuchen das Waisen-Internats auf dem Gelände.
Abends sitzen wir noch in unserer Gruppe zusammen.
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Durch die kleine Regenzeit ist wirklich alles schön grün. Wir sind
immer wieder von der üppigen Natur fasziniert.
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Die Bäume sind hier teilweise so riesig, dass Ricarda davor kaum noch
zu sehen ist.
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...und dieser Baum hat mit seinen Ästen einen gigantischen Umfang.
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Bei unserer Wanderung darf natürlich ein Gruppenfoto nicht
fehlen. ;-)
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Sogar Pferde und Kühe begegnen uns auf diesem Spaziergang.
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Das Ganze schauen wir uns jetzt mal aus der Nähe an.
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12. April 2004
Heute besuchen wir die BESS-Schule. Zuerst laufen wir zum nahegelegenen Staudamm, dann
schauen wir uns Klassenräume und Werkstätten an. Wir sprechen auch mit den
Schülern. Später fahren alle, außer Franzi und mir, mit dem Auto zurück.
Wir beide machen uns zu Fuß auf den Rückweg. Am Abend hören wir einen Vortag
über Gudina Tumsa, einem Theologen und Widerstandskämpfer in Zeiten der
sozialistischen Diktatur, der 1979 ermordet wurde.
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Ganz in der Nähe der BESS-Schule befindet sich dieser idyllische
Stausee.
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Leider hat dieser Stausee auch negative Auswirkungen. Seitdem er angelegt
wurde, breitet sich auch in dieser Gegend Malaria aus, da die Mücken
nun die Möglichkeit zum Brüten haben.
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Da Timo als Schüler auch die BESS-Schule besucht hat, muss er vor
allen Klassen in der Aula eine Rede halte.
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Zur Belohnung darf er aber dann auch auf seinem alten Platz in der Klasse
sitzen. ;-)
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Die Schule hat auch ein paar Computer, mit denen die Schüler z.B.
lernen, mit Office-Anwendungen zu arbeiten.
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Die Werkstatt ist sehr gut mit Werkzeug ausgestattet.
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Ein Lehrer erklärt uns ausführlich, was die Schüler alles
in der Werkstatt lernen: Recycling und der schonende Umgang mit nachwachsenden
Rohstoffen sind hier keine Fremdwörter.
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Wir essen in der Schul-Mensa Mittag. Hier wird die Injera frisch zubereitet.
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Die Direktorin, eine alte amerikanische Lady, war auch schon zu Timos
Schulzeiten hier tätig. Wir essen mit ihr zusammen. Sie erzählt
uns, dass sie jetzt aber in den Ruhestand geht.
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13. April 2004
Franzi und ich machen uns heute in der Umgebung von Dembi Dollo auf den Weg, um mit der
Kamera Schnittbilder für unseren Film zu drehen. Ricarda kauft in der Zeit
Schulmaterialien für die Schüler in Chanka ein. Am Mittag werden wir durch
die Kirchenleitung verabschiedet. Nachmittags beteiligen wir uns noch an ein paar
Volleyballspielen auf unserem Compound. Am Abend findet dann die Verabschiedung von den
Chanka-Jugendlichen statt.
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Zum Abschied bemalen wir zusammen mit den Chanka-Jugendlichen T-Shirts, die
als Geschenk dienen.
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Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2008
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