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1.1 Über dieses Dokument
Dieses Dokument wurde im Rahmen eine Lehrveranstaltung des Fachbereichs 2 (Erziehungs-
und Unterrichtswissenschaften) der Technischen Universität Berlin erstellt. Ziel der
Veranstaltung war es, die Unterschiede zwischen Lern- bzw. Übungstexten und Leittexten
kennenzulernen. Im zweiten Teil der Veranstaltung sollte das erlernte Wissen in eigens
verfassten Texten umgesetzt werden. Die Studenten hatten die Wahl einen Lern- oder einen
Leittext zum Thema "Präsentation von Referaten mit MS PowerPoint" zu erstellen.
Dieses Dokument ist ein Beispiel für einen Leittext.
1.2 Was ist diese Dokument?
Ein Leittext hat in erster Linie die Aufgabe, Sie - den Lernenden - beim Selbststudium
zu unterstützen und zu motivieren. Wir geben Ihnen eine Methode an die Hand, mit der Sie
mit Leichtigkeit ein ausgearbeitetes Referat in einer Präsentation darstellen können.
Die Vorteile einer Präsentation werden im zweiten Kapitel erläutert.
Ihnen werden des öfteren kleine Aufgaben gestellt, die Ihnen einerseits helfen, das
gelernte besser zu behalten, andererseits aber auch dazu gedacht sind, Ihnen den
Funktionsumfang von MS PowerPoint vorzustellen. Mit jeder Aufgabe lernen Sie ein wenig
mehr an Funktionalität von PowerPoint kennen. Sie werden erkennen, welche Informationen
mit welchem Hilfsmittel von PowerPoint am effektivsten umzusetzen sind.
1.3 Was ist dieses Dokument nicht?
Die einfachste Antwort auf diese Frage ist: Ein Lehrtext. Das heißt, dass wir Ihnen
nicht die Bedienung von PowerPoint erläutern werden. Welchen Mausklick Sie an welcher
Stelle machen müssen, um eine bestimmte Aktion hervorzurufen ist bereits in vielen
(Lern-) Texten zu PowerPoint erklärt worden. Wir wollen das Rad nicht noch einmal
erfinden. Wir wollen Ihnen zeigen, was PowerPoint kann, und nicht, wie Sie PowerPoint dazu
bringen, das auch zu tun.
Da Sie aber dennoch PowerPoint selber auch benutzen möchten, und somit auch das
"Wie" wissen müssen, werden wir Ihnen Hilfestellungen geben, wo Sie die
Informationen finden können. Wir greifen dabei auf das Hilfesystem zurück, was in
PowerPoint integriert ist, da es für unsere Ansprüche völlig ausreicht, und es Ihnen
auch in jedem Falle zur Verfügung steht. Stellen wir Ihnen also eine neue Funktionalität
in PowerPoint vor, so geben wir Ihnen auch gleich die Stelle im Hilfesystem an, wo
erläutert wird, welche Aktionen nötig sind, um diese Funktionalität zu benutzen.
1.4 Benutzung der Online-Hilfe von MS PowerPoint
Wenn Sie auch nicht mit PowerPoint umgehen können müssen, um diesen Text zu lesen und
die Aufgaben zu lösen, so ist es dennoch wichtig, die Benutzung des Hilfesystems zu
kennen. Im Folgenden werden wir Ihnen erklären, wie sie die Hilfe von PowerPoint aufrufen
und benutzen.
Nach dem Start von PowerPoint erscheint ein Dialogfenster. Dort wird Ihnen die
Möglichkeit gegeben, direkt mit der Benutzung von PowerPoint zu beginnen, indem Sie eine
neue, leere Präsentation erstellen. Schließen Sie das Dialogfenster durch einen Klick
auf Abbrechen.
Jetzt können Sie das Hilfesystem von PowerPoint starten. Klicken Sie in der
Menüleiste auf das Fragezeichen und wählen Sie den Eintrag "Inhalt und Index":

Damit öffnet sich das Hilfesystem von PowerPoint. Sie sehen eine Liste von Büchern.
Durch Doppelklick auf ein Buch können Sie dieses öffnen. Die dann erscheinenden
Unterbücher oder Kapitel können Sie wieder mit Doppelklick öffnen. Wir geben Ihnen in
diesem Text an entsprechender Stelle immer an, in welchem Buch und welchem Kapitel der
Onlinehilfe Sie erfahren können, wie sie PowerPoint dazu bewegen, die geforderte Aktion
auszufügen.
Aufgabe: |
Erstellen Sie eine neue Präsentation und speichern
Sie diese ab. Schließen Sie dann die neu erstelle Präsentation und laden Sie sie erneut.
Fügen Sie nun eine neue Folie in diese Präsentation ein. Diese Folie soll wichtige
Informationen zu Ihrer Person enthalten. Überlegen Sie sich eine geeignete Überschrift.
Folgende Daten dürfen auf der Folie nicht fehlen: Name, Matrikelnummer, Studiengang und
Semester. Welche weiteren Informationen könnten auf dieser Folie sinnvoll sein? Nachdem
Sie die Folie komplett erstellt haben, speichern Sie sie erneut ab. |
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Hilfen:
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"Erstellen, Öffnen und Speichern von
Präsentationen"
"Erstellen
und Öffnen von Präsentationen"
"Erstellen einer neuen Präsentation"
"Öffnen einer Präsentation"
"Speichern
und Schließen von Präsentationen"
"Speichern einer Präsentation"
"Schließen einer Präsentation"
"Arbeiten mit Folien"
"Erstellen
einer neuen Folie" |
Damit haben Sie die wichtigsten Benutzungen von PowerPoint gelernt: Wie man eine neue
Präsentation erzeugt, eine Folie in die Präsentation einfügt, und wie man die
Präsentation speichern kann. Diese Arbeitsschritte werden Sie während der Benutzung von
PowerPoint immer wieder machen müssen. Wiederholen Sie die Aufgabenstellung so häufig,
bis Sie sich bei diesen Arbeitsschritten sicher fühlen.
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Ist das Material für das Referat vollständig gesammelt? Der Text für das Referat ist
auch schon geschrieben? Leider ist das aber noch nicht alles, was zählt! Denn was nun
noch fehlt, ist der Vortrag, ohne Zweifel der wichtigste Teil jedes Referats. Hier wird
dann der Beweis erbracht, ob man den Referatsinhalt nicht nur verstanden hat, sondern ihn
auch auf eine anschauliche Art erklären kann. Es ist schlimm, wenn man viel Arbeit in die
Recherche und die Ausarbeitung steckt, aber sich nicht genügend um die Präsentation
kümmert.
Urteilen Sie selber: Eignet sich hier eher ein Vortrag um die Inhalte des Referats zu
vermitteln, wo der Vortragende recht stur von seinen Notizen abliest? Oder ist es
vielleicht angenehmer, wenn die Kernaussagen mit Folien (o.ä.) für alle sichtbar gemacht
werden? Wenn man neues mit altbekannten Sachverhalten vergleichen und diskutieren kann?
Studien über unser Gedächtnis geben Antwortet zu diesen Fragen. Dort wurde
festgestellt, dass durch (reines) Lesen oder Hören nur etwa 10 bis 20 Prozent der
Lerninhalte im Gedächtnis verbleiben. Werden die Inhalte aber zusätzlich visualisiert,
und die Zuhörer durch Diskussion zu aktiven Teilnehmern werden, die sich kritisch mit den
Inhalten beschäftigen, so kann die Merkquote bis auf 80 Prozent gesteigert werden. Und
natürlich sollte dies unser Anliegen sein, um unser hart erarbeitetes Referat gut zu
vermitteln, damit jeder Teilnehmer das Gefühl bekommt, etwas neues und interessantes mit
nach Hause zu nehmen.
Wie man von einer (langweiligen) Textfassung des Referats zu einer Präsentation
gelangt, soll Inhalt dieses Leittextes sein. Dafür sind fünf Arbeitsschritte nötig:
Diese werden wir Ihnen nun genauer erläutern. Wir wollen uns hierbei allerdings auf
den reinen Informationsgehalt der Präsentation konzentrieren. Wie dann die Informationen
optisch aufgearbeitet werden können - PowerPoint bietet hierfür verschiedene
Möglichkeiten - oder die Präsentation durch Animationen aufgelockert und abgerundet
werden, ist nicht Inhalt dieses Textes. Siehe dafür Buch "Entwerfen von
Bildschirmpräsentationen" der Online-Hilfe von PowerPoint.
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Auch wenn wir in diesem Leittext voraussetzen, dass schon eine textliche Ausarbeitung des
Referates existiert, sollen hier noch einige Wörter über die Ausarbeitung verloren
werden.
Als wichtigstes ist hierbei die Adressantengruppe zu nennen. Damit ist gemeint, dass es
wesentlich ist, wem die Inhalte vermittelt werden sollen. So ist es wichtig, die
Vorkenntnisse der Zuhörer zu kennen, um nicht bereits bekanntes zu wiederholen, oder -
noch schlimmer - zu tief im Stoff anzufangen, so dass die Zuhörern nicht folgen können.
Neue Sachverhalte sollten aus altbekannten abgeleitet werden. Anschauliche Situationen aus
dem normalen Leben können die Theorie motivieren, und dem Zuhörer das Gefühl
vermitteln, dass die Beschäftigung mit diesen Inhalten eine Bereicherung für ihn selber
darstellt, um neue Blickwinkel einnehmen zu können.
Bei der Texterstellung sollten mikro- und makrotypische Erkenntnisse beachtet werden,
um die Leserlichkeit zu fördern. Auf diese Erkenntnisse werden wir hier nicht genauer
eingehen, es wurde schon an verschiedenen anderen Stellen erschöpfend darüber
geschrieben. Siehe zum Beispiel ......
Aufgabe:
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Erstellen Sie eine Folie, auf der Sie wichtige
Stichworte aus dem obigen Text "Texterstellung" sammeln. Unterscheiden Sie
zwischen Methodik und Begründung und versuchen Sie diese räumlich und/oder farbig zu
trennen. |
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Hilfe:
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"Hinzufügen und Formatieren von Text"
"Hinzufügen von Text"
"Ändern
der Textfarbe" |
Texte sind ein wichtiger Bestandteil von Präsentationsfolien. PowerPoint bietet eine
Vielzahl von Möglichkeiten, Texte zu formatieren, die Farbe ist nur ein Merkmal. Andere,
wie etwas Fettschrift und Schriftgröße, werden in der Hilfe im gleichen Buch erklärt.
Somit können Sie die Aufgabenstellung auch variieren, indem Sie andere Merkmale zur
Textformatierung benutzen. Probieren Sie einfach ein wenig, schließlich habt jeder seinen
eigenen Geschmack.
Man trägt auf diese Weise einer Informationsschachtelung Rechnung, ohne jedoch die
Folien selber zu überladen. Falls genauere Informationen zu den Aussagen in der 3. Ebene
benötig werden, so öffnet man über einen Link eine Extrafolie, die sich genauer mit der
Aussage beschäftigt. Wie man Folien verlinken kann, können Sie der Online-Hilfe
entnehmen unter
"Entwerfen von Bildschirmpräsentationen"
"Erstellen
interaktiver Präsentationen".
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Nun geht es an die Zusammenstellung der Präsentation. Zunächst bleibt festzuhalten, dass
es keinesfalls möglich ist, alle im Referat erarbeiteten Informationen auch auf
Präsentationsfolien unterzubringen. Vielmehr ist es wichtig, die Kernaussagen des Textes
zu filtern. Man sollte dabei beachten, dass man dem roten Faden, der im Text (hoffentlich)
verfolgt wird, nicht verlässt, da sonst wichtige Zusammenhänge verloren gehen.
Kernaussagen können - untereinander verglichen - durchaus aus unterschiedlichen
Abstraktionsebenen kommen, aber dennoch wichtig sein. Wichtig ist es aber, diese
Hierarchie zu beachten, wenn nun die Präsentationsfolien erstellt werden. Die
Kernaussagen der höchsten Hierarchieebene eigenen sich gut für den Titel einer Folie.
Die darrunterliegenden Aussagen werden dann nach denen der höchsten Ebene eingeteilt und
auf den passenden Folien platziert. Dies ist aber nur günstig, wenn man nur 2
Unterhierarchieebenen hat. Ist die Zahl größer, so sollten dann jeweils extra Folien
erstellt werden, auf die man zurückgreift, wenn auch Zusammenhänge in den
darrunterliegenden Ebenen dargestellt werden sollen. Die folgende Graphik soll das Prinzip
erklären:

Man trägt auf diese Weise einer Informationsschachtelung Rechnung, ohne jedoch die
Folien selber zu überladen. Falls genauere Informationen zu den Aussagen in der 3. Ebene
benötig werden, so öffnet man über einen Link eine Extrafolie, die sich genauer mit der
Aussage beschäftigt. Wie man Folien verlinken kann, können Sie der Online-Hilfe
entnehmen unter
"Entwerfen von Bildschirmpräsentationen"
"Erstellen
interaktiver Präsentationen".
Stellen Sie selber an Ihre Folien einen hohen Qualitätsanspruch, Sie sollten von der
Güte der Inhalte und auch von der formalen Darstellungsweise der Inhalte überzeugt sein.
Bedenken Sie immer, dass ein recht kritisches Publikum vor Ihnen sitzen kann. Diesem
fällt jede Unsicherheit auf und die Strafe darauf lässt selten auf sich warten. Ihr
Publikum kann Ihnen nicht glauben, wenn Sie den Eindruck machen, das, was Sie dort
vortragen, selber nicht zu glauben. Auf der inhaltlichen Ebene sollten Sie Ihre Folien
nach der fertigen Erstellung daraufhin überprüfen, ob Sie thematische einem logischen
Aufbau folgen. Das heißt, dass es nicht plötzliche und vielleicht sogar unmotivierte
Sprünge im Thema geben darf, sondern dass man sehr zielorientiert vorgeht. Sollte das
Thema in Gebiete eingeteilt sein, die inhaltlich nicht aufeinander aufbauen oder auf
sonstige Art und Weise miteinander zusammenhängen, so bietet es sich an zu Beginn der
Präsentation kurz (in einer Art "Inhaltsfolie") die Themengebiete anzugeben,
mit denen sich der Vortrag beschäftigen wird. Damit weiß Ihr Publikum immer, wo Sie
inhaltlich stehen, was man noch erwarten kann und ob es sinnvoll ist eine Frage zu diesem
Zeitpunkt anzubringen, oder noch abzuwarten, da die Frage besser zu einem späteren
Zeitpunkt gestellt werden kann. Dies halte ich für einen wichtigen Punkt, denn damit
räumen Sie Ihrem Publikum ein gewisses Maß an Kompetenz ein. Auch kann gleich
festgestellt werden, welche Bereiche zu dem Thema dazugehören, was ja mitunter sehr
vielschichtig sein kann. Ihr Publikum kennt im Normalfall vor dem Beginn der Präsentation
nichts weiter als den Titel des Vortrages. Wird aber zu Beginn ein Überblick gegeben, was
sich hinter dem Titel verbirgt, und wenn man dies auch noch spannend inszeniert, so kann
man das Interesse der Zuhörer in einem viel größeren Maße wecken.
Einen weiteren Maßstab, dann Sie an Ihre fertigen Folien legen sollten, ist der der
Vollständigkeit. Was zu Beginn der Vortrages versprechen, sollten Sie auch in der Lage
sein einzuhalten. Gibt es an manchen Stellen noch Unklarheiten, oder schließt das zu
behandelnde Thema auch Gebiete ein, die von Ihnen nicht betrachtet werden, so geben Sie
das von Ihrer Seite aus zu. Das macht einen besseren Eindruck, als wenn eine
dementsprechende Frage vom Publikum gestellt wird, und Sie dann verlegen Ihre Unwissenheit
zugeben müssen. Meist gibt es ja auch gute Gründe, weshalb manche Teilgebiete nicht
betrachtet werden, doch führen Sie diese offen an, damit machen Sie sich glaubhafter,
schließlich sind wir alle nur Menschen mit Fehlern.
Formal gesehen sollten Sie sich genauso an mikro- und makrotypografische Erkenntnisse
halten, wie das auch bei der Texterstellung wichtig ist. Beachten Sie vor allen Dingen,
dass eine große Schriftart einstellen, damit auch Personen auf den hinteren Sitzplätzen
alles gut erkennen können. Wenn aufgrund der Schriftgröße nicht mehr alle Punkte auf
eine Folie passen, so verkleinern Sie keinesfalls die Schrift, sondern erstellen Sie
einfach eine weitere Folie, die sozusagen eine Fortsetzung darstellt.
| Aufgabe:
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Die inhaltlichen Qualitätskriterien lassen sich am
besten durch die folgenden Eigenschaften beschreiben: logisch, vollständig, differenziert
und originell. Die formalen Qualitätskriterien dagegen haben diese Eigenschaften:
verständlich, anschaulich, formadäquat und spannend. Erstellen Sie eine Folie, wo Sie
inhaltliche und formale Kriterien gegenüberstellen. Überlegen Sie sich dann, wie Sie
diese Folie während einer Präsentation vorstellen würden. Bedenken Sie dabei die
verschiedenen Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen, um neue Zusammenhänge zu
erläutern. So kann es etwa sinnvoll sein, die Gruppe zu fragen, was denn die Eigenschaft
differenziert zu bedeuten hat (Interaktivität). |
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Kognitionspsychologische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Bilder besonders gut und
auch längerfristig ins Gedächtnis einprägen. Visuelle Darstellungen motivieren und
stimulieren. Text und Bild sind aber unterschiedliche Formen der Vermittlung. Die
Informationen beider müssen sich aufeinander beziehen und ergänzen, will man ein
Gesamtverständnis erreichen. Die räumliche Verteilung von Text und zugehörigem Bild
sollte so gestaltet werden, dass sie in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander stehen. In
vielen Fällen macht es also keinen Sinn, wenn sich Text und zugehöriges Bild auf
unterschiedlichen Folien befinden.
5.1 Diagramme und Tabellen
Manche theoretischen Zusammenhänge haben keine Abbilder in der wirklichen Welt. Denken
Sie beispielsweise an Wahlergebnisse oder statistische Erfassungen von Umfragen. Doch
sobald man über diese Dinge reden möchte, braucht man ein geeignetes Darstellungsmittel
für die abstrakten Zusammenhänge. Schon viele haben sich den Kopf über eine geeignete
Visualisierung zerbrochen. Ideen, die dabei entstanden, sind etwa Tabellen,
Kuchendiagramme, Balkendiagramme, Datenflussdiagramme usw. usf.
Sollten solche abstrakten Daten ein Teil Ihres Referates sein, so müssen Sie sich
natürlich (eigentlich sogar schon bei der Texterstellung) Gedanken über die Darstellung
dieser Zusammenhänge machen. Und erfahrungsgemäß geben Diagramme einen schnelleren und
besseren Überblick über die darzustellenden Fakten als reiner Prosatext. Einen Schritt,
um den Sie bei der Erstellung einer Präsentation nicht herumkommen, ist die geeignete
Visualisierung. Ihre Zuhörer können komplexe Zusammenhänge in Tabellen nicht so
leicht erkennen, die Informationsflut ist zu groß und zu unübersichtlich gestaltet.
Somit sollten Sie auf die Suche nach geeigneteren Darstellungen gehen, um
Übersichtlichkeit und leichtere Verständlichkeit Ihren Zuhörern zu ermöglichen.
PowerPoint bietet dafür verschiedene Mechanismen an, die im Kapitel 3 genauer vorgestellt
werden.
Aufgabe:
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Einige abstrakte Daten sind im folgenden Text
beschrieben:
Betrachtet man die prozentuale Aufteilung der Internet-Nutzer, bezogen auf verschiedene
Berufsgruppen, so ergeben sich die folgenden Werte: Den größten Anteil nehmen
Angestellte ein (44%), gefolgt von Selbständigen und Studenten (beide 17%). Einen
geringeren Anteil nehmen Schüler und Auszubildende (7%), Beamte (5%) und Doktoranden (3%)
ein. Sonstige, nicht näher unterschiedene Berufsgruppen liegen bei 7%.Stellen Sie diese Informationen in PowerPoint einmal durch ein
Balkendiagramm und einmal durch ein Kuchendiagramm dar. Vergleichen Sie dann die
Verständlichkeit und Übersichtlichkeit der beiden Diagramme. |
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Hilfen: |
"Arbeiten mit Formeln, Tabellen und
Diagrammen" |
5.2 ClipArts
Im Gegensatz zu den Visualisierungen dienen Abbildungen zur Darstellung von sichtbaren
Zusammenhängen. Allerdings werden nur die wichtigen Vorgaben des Originals erhalten,
andere, nicht benötigte Merkmale sind reduziert oder fehlen. PowerPoint stellt
vordefinierte Grafiken, sogenannte ClipArts zur Verfügung. Auch hier sollte der
Zusammenhang zwischen ClipArt und dazugehörenden Text deutlich erkennbar sein. Häufig
werden ClipArts eingesetzt, um die Aussage des Textes zu unterstreichen.
Das folgende ClipArt kann verwendet werden, wenn der Zuhörer sich selbständig mit den
auf der Folie formulierten Thesen auseinandersetzen soll. Es könnte dazu z.B. eine Frage
formuliert werden, die von den Zuhörern beantwortet werden soll.

Wie man ClipArts erstellen kann, können Sie der Online-Hilfe entnehmen unter
"Hinzufügen von ClipArt und anderen Grafiken"
"Einfügen
von Grafiken in eine Präsentation"
"Einfügen
und Bearbeiten einer Grafik"
"Ersetzen
einer ClipArt-Grafik auf einer Folie"
"Wissenswertes über die Clip Gallery".
5.3 Freie Grafik und Symbole
PowerPoint beinhaltet außerdem die Funktionalität eines Zeichenprogramms. So können
Sie frei nach eigenem Wunsch beliebige Objekte erstellen und sind nicht mehr an die
vordefinierten ClipArts gebunden. Je nachdem, was für ein Objekt sie erstellen möchten,
wählen Sie das entsprechende Symbol in der Zeichnen-Symbolleiste. Diese Symbolleiste ist
meist unten links im PowerPoint-Fenster angeordnet. Um die Ihnen hier zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten zu erforschen, wählen Sie im Hilfsmenü (?) den Menüpunkt
Direkthilfe oder drücken alternativ die Tasten Umschalt und F1. Nun erscheint ein
Fragezeichen neben dem Mauszeiger. Klicken Sie nun auf das Symbol, zu dem Sie nähere
Informationen wünschen, in der Zeichnen-Symbolleiste.

Wie man mit freier Grafik und Symbolen arbeitet, können Sie der Online-Hilfe entnehmen
unter
"Zeichnen und Arbeiten mit Objekten"
"Hinzufügen von Linien, Verbindungslinien und Rahmen"
"Hinzufügen von Kurven und Freihandobjekten"
"Markieren
von Objekten"
"Anordnen,
Ausrichten und Positionieren von Objekten".
5.4 Gestaltungselemente selbstständig erstellen
Inzwischen sollten Sie genügend über die Arbeit mit Gestaltungselementen unter
PowerPoint gelernt haben, um auch komplexere Folien, die diese Objekte enthalten, zu
erstellen. Haben Sie bei der Lösung der folgenden Aufgabe Probleme, so arbeiten Sie noch
einmal die entsprechenden Kapitel der Online-Hilfe durch.
Aufgabe:
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Um sich mit den Gestaltungselementen in PowerPoint
vertraut zu machen, erstellen Sie eine Folie, die Diagramme, ClipArts und freie
Zeichnungen enthält. Als Vorlage soll die unten abgebildete Folie dienen, die möglichst
originalgetreu umgesetzt werden soll. Dabei soll es nicht um eine 1-zu-1-Umsetzung der
vorgegebenen Folie gehen. Sie können die einzelnen Objekte natürlich nach ihrem eigenen
Geschmack anders gestalten. |

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Die Zeiten des Frontalunterrichts sind vorbei. Vielmehr wurden neue Methoden entdeckt, wie
das Lernen angenehmer wird, und zwar für Lehrer genauso wie für Lernende. Dazu gehört
auch die Vielfalt der medialen Unterstützungen die uns heutzutage zur Verfügung stehen.
Viele Fremdsprachenkurse mit Sprachlabor, wo sich die Teilnehmer - unterstützt durch
Kopfhörer, Mikrophon und Kassettenspieler - selber kontrollieren können. Kaum noch
Vorträge, die nicht durch Folien und Tafelbilder unterstützt würden. Die Abwechselung
der Medien zählt, und nicht zum Vorzeigen, sondern durch didaktische Erkenntnisse
begründet.
Wenn Sie Ihren Vortrag durch eine Präsentation unterstützen wollen, so ist das schon
ein guter Schritt. Doch vielleicht ist es auch an einiger Stellen möglich andere Medien
einzusetzen. So kann man etwa Diskussionseinwürfe von Teilnehmern auf einer Tafel oder
einem Flipchart festhalten (z.B. Pro und Contra Liste). Oder abstrakte Begriffe auf den
Folien werden durch kleine selbstgemalte Bildchen an Tafel oder Flipchart erläutert.
Vielleicht ist auch möglich ein kurzes Video vorzuführen, dass sich mit dem Thema
beschäftigt (oder sogar wichtiger Bestandteil des Vortrag sein kann).
Wichtig ist in jedem Falle die Abwechslung. Versuchen Sie immer daran zu denken, dass
Sie Ihr Publikum unterhalten müssen, um es "bei der Stange" zu halten. Machen
Sie sich also Gedanken, welche Möglichkeiten Sie während der Präsentation haben werden,
und was Sie mit welchem Medium umsetzen wollen.
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Sie können noch so exzellente Folien erstellt haben, ohne eine gute Vorbereitung und
Durchführung der Präsentation werden sie sicherlich keinen Erfolg erzielen. Dieses
Kapitel soll Ihnen dabei helfen, die eigentliche Präsentation mit Erfolg zu absolvieren.
7.1 Vorbereitung der Präsentation
Es ist von großer Bedeutung, dass Sie sich nochmals verdeutlichen, mit welcher
Zielgruppe Sie es während der Präsentation zu tun haben. Folgende Fragen können Ihnen
dabei helfen:
- Welche Vorkenntnisse haben diese Menschen?
- Handelt es sich um eine homogene Gruppe?
- Welche Interessen oder Motivationen haben diese Personen?
- Welche Erwartungen werden in Ihren Vortrag gesetzt?
Sie sollten sich Informationen zu den Räumlichkeiten, in denen die Präsentation
stattfindet, besorgen. Die folgenden Punkte helfen Ihnen, einen Überblick über den Ort
der Vorführung zu erlangen:
- Größe des Raumes
- Akustik (Schallt es im Raum? Ist ein Mikrofon vorhanden?)
- Sitzanordnung (gleichmäßige Verteilung oder unregelmäßig)
- Sichtfeld für einige Personen durch Wände oder andere Objekte eingeschränkt?
- Abdunklungsmöglichkeit vorhanden?
Außerdem sollten sie klären, ob Ihnen in der Präsentation ein Beamer zur Verfügung
steht oder ob sie die Folien nur mit Hilfe eines Overheadprojektors präsentieren können.
Sind sie auf einen OH-Projektor angewiesen, so sollte Ihnen klar sein, dass viele
Funktionalitäten von PowerPoint verloren gehen (z.B. Farbgestaltung, Animation). Sie
müssen alle Folien ausdrucken. Wie man die Folien ausdrucken kann, können Sie der
Online-Hilfe entnehmen unter
"Drucken von Präsentationen"
"Möglichkeiten zum Drucken einer Präsentation".
Sicherlich haben Sie nicht alles im Kopf, was Sie sagen wollen, was aber nicht explizit
auf den Folien erwähnt ist. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll sich Notizen anzulegen. In
vielen Fällen lohnt es sich außerdem, den Teilnehmern Unterlagen zur Verfügung zu
stellen, sogenannte Handouts. Wie man Notizen und Handzettel erstellen kann, können Sie
der Online-Hilfe entnehmen unter
"Erstellen von Vortragsnotizen und Handzetteln"
"Erstellen
von Vortragsnotizen und Handzetteln"
"Vortragsnotizen und Handzettel".
Wie man diese Unterlagen ausdrucken kann, können Sie der Online-Hilfe entnehmen unter
"Drucken von Präsentationen"
"Drucken
von Folien, Notizen, Handzetteln und Gliederungen".
Aufgabe:
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Erstellen Sie zu den in vorigen Aufgaben erstellten
Folien Notizen und Handzettel. Drucken Sie jeweils eine Kopie der Handzettel und Notizen
sowie die eigentlichen Folien aus. |
7.2 Durchführung der Präsentation
In diesem Abschnitt soll es um Ihr Auftreten während der Präsentation gehen. Sprechen
Sie klar und deutlich und verwenden Sie nach Möglichkeit auch Körpersprache. Während
der gesamten Präsentation sollten Sie Blickkontakt zur Gruppe bewahren. Damit können Sie
auch feststellen, wie die Motivation der Gruppe ist. Gerade wenn Sie längere Monologe
halten, leidet das Interesse der Gruppe. Das sollten Sie erkennen, um sich rechtzeitig zu
bremsen. Mögliche Abhilfen können eine Pause sein (hängt vom Umfang der zur Verfügung
stehenden Zeit ab) oder aber eine stärkere Integration der Gruppe, indem man versucht
eine Zwischendiskussion anzubringen. Langweilen Sie auf keinen Fall Ihr Publikum, denn Sie
sollen ja nicht mir Ihrem Wissen glänzen, sondern es der Gruppe vermitteln.
Weiterhin sollten Sie pünktlich mit der Präsentation beginnen. Sagen Sie ein paar
Worte zur eigenen Person und warum Sie diesen Vortrag halten wollen.
Achten Sie auf eine spannende Inszenierung der Präsentation. Mit Stimm-Modulation und
dem Einsatz von Gestik und Mimik kann die Aufmerksamkeit der Zuhörer gesteigert und die
Aufnahme des vermittelten Wissens erleichtert werden. Sprechen Sie frei und benutzen Sie
ihre Notizen nur als "Spickzettel". Achten Sie immer darauf, dass die Sicht auf
Tafel, Folienprojektion oder andere mediale Hilfsmittel nicht durch Ihrem Körper
verstellt wird.
Ein wichtiger Punkt für eine erfolgreiche Präsentation ist die Interaktivität mit
der Gruppe. Längeres Zuhören einer einzelnen Person führt zur Ermüdung des Zuhörers.
Stellen Sie deswegen häufig interessante Fragen an die Gruppe. Bedenken Sie dabei, dass
Sie der Gruppe genügend Zeit zur Überlegung lassen, beobachten Sie die Teilnehmer erst
einmal eine Weile. Sollte keiner eine Antwort anbringen so sprechen Sie vielleicht
einzelne Teilnehmer direkt an. Tun Sie das aber nur, wenn Sie auch das Gefühl haben, dass
diese Person etwas sagen will, sich aber nicht traut. Lassen Sie auch Fragen der Zuhörer
zu und beantworten Sie diese oder lassen sie die Fragen von anderen Teilnehmern
beantworten.
Am Ende der Präsentation sollte eine Diskussion stattfinden, wo das Gehörte von den
Teilnehmern reflektiert werden kann. Dort treten dann vielleicht auch noch Fragen zu
verschiedenen Folien auf. Haben Sie also auch nach der Präsentation noch die Folien
parat, um gegebenenfalls schnell darauf zugreifen zu können. Vielleicht denken Sie sich
auch eine konkrete Fragestellung für die Abschlussdiskussion aus. Diese sollte so
gewählt werden, dass möglichst viele thematische Teile der Präsentation aufgegriffen
werden können. Somit beschäftigt sich die Gruppe abschließend noch einmal mit der
ganzen Thematik und kann noch Zusammenhänge herausarbeiten. Die Verankerung der Inhalte
im Gedächtnis wird dadurch noch weiter gefördert.
Aufgabe:
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Führen Sie eine Präsentation zu den von Ihnen
erstellten Folien durch. Beachten Sie dabei die oben genannten Punkte. |
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