Die folgenden Seiten unterteilen sich dabei in folgende Unterbereiche:
Im Rahmen des Projektes werden dem Benutzer eine große Anzahl
von Daten zur Information, zur reinen Ansicht und zur Modifikation zur
Verfügung gestellt. Diese Daten werden in einer Datenbank festgehalten
und grafisch aufbereitet.
Dabei ist es angebracht, Aspekte des Datenschutzes (siehe auch: Exkurs Datenschutz) zu berücksichtigen,
und zwar aus folgenden Gründen:
Die Gefahren der Datenintegrität, -authentizität und des uneingeschränkten
Datenzugriffs
sind im Rahmen des Projektes nicht auszuschließen, und zwar an folgenden zwei Stellen:
3.2 Datenschutz
3.2.1 Datenschutz: Warum und Wie?
Die Begriffe Informationen und veränderbare Daten sind
im Rahmen des Projektes im mehrfachen Kontext zu verstehen. Damit sollen
zum einen die konkret zur Verfügung gestellten Informationen bezeichnet
werden, wie beispielsweise die Öffnungszeiten eines Sekretariats, dargestellt
auf einem Türschild (als Bild) oder auf auf einer HTML-Seite (als
Text). Gleichermaßen sind auch die Daten und Metadaten zur Navigation
und Betrachtung des virtuellen 3D-Informationsraums gemeint, also zum Beispiel
die Anordnung der Innenausstattung eines Raumes oder die Information, ob
die Berechtigung einen Raum zu betreten, vorliegt.
Die Rechner und Übertragungswege in Netzwerken/im Internet
sind kaum kontrollierbar. Welchen Weg
eine Nachricht nimmt oder in welchem Vermittlungsrechner die Nachricht
bearbeitet wird, ist nicht transparent.
Ohne besondere Schutzmaßnahmen kann
sich ein Angreifer oft mit wenig Aufwand unter Ausnutzung der Sicherheitslücken
unberechtigten Zugang zu fremden Rechnern verschaffen und dort Daten
ausspähen oder sogar manipulieren oder zerstören.
Daten lassen sich oftmals einer bestimmten Person oder einer Personengruppe zuordnen. Diese
Personen(gruppen) sind Urheber der Daten und wollen diese Urheberrechte oftmals nicht abgeben,
d.h. eine Änderung der Daten durch andere Personen ist von den Urhebern nicht immer erwünscht.
In einigen Fällen ist noch nicht einmal der lesende Zugriff auf die Daten erwünscht - oftmals
ist das dann der Fall, wenn es sich um personenbezoge oder kritische Daten handelt.
Durch das Internet können viele Prozesse kostengünstig abgebildet werden,
sofern sie maschinell umsetzbar sind. Aufgrund der Tatsache, daß diese nicht überwacht werden müssen,
ermöglichen sie ein großes Spar- und Ausbaupotential.
Bei der Nutzung der Computersysteme fallen eine Fülle von Einzeldaten über den Nutzer an.
Diese elektronischen Spuren sind geeignet, persönliche Profile über
den Einzelnen hinsichtlich seines Verhaltens zu bilden.
Insbesondere der Anschluß an das Internet ist mit erheblichen Gefährdungen
des Datenschutzes und der Datensicherheit verbunden. Die Rechner und Übertragungswege
dieses weltweiten Computernetzes sind nicht kontrollierbar. Welchen Weg
eine Nachricht nimmt oder in welchem Vermittlungsrechner die Nachricht
bearbeitet wird, ist nicht transparent. Denn das Internet wurde ursprünglich
nur unter Verfügbarkeitsaspekten entwickelt - auch wenn neuere Entwicklungen
versuchen, weiteren Sicherheitsbedürfnissen Rechnung zu tragen. Deshalb
wird den Risiken für Vertraulichkeit, Integrität und Zurechenbarkeit
vielfach nicht in der gebotenen Weise begegnet. Schwächen finden sich
in den Protokollen für die Datenübertragung, in den Implementierungen
und Installationen der Programme für die Internet-Dienste und in den
angeschlossenen Rechnersystemen. Ohne besondere Schutzmaßnahmen kann
sich ein Angreifer oft mit wenig Aufwand unter Ausnutzung der Sicherheitslücken
unberechtigten Zugang zu fremden Rechnern verschaffen und dort Daten
ausspähen oder sogar manipulieren oder zerstören. Dies ist besonders
gravierend, weil angesichts von mehreren hundert Millionen Internet-Teilnehmern
auch die Zahl der potentiellen Angreifer, die diese Sicherheitslücken
ausnützen und somit die am Internet angeschlossenen Verwaltungsrechner
bedrohen, sehr groß ist.
Grundbedrohungen
Abhängig vom Zweck gibt es Bedrohungen, denen eine Kommunikation
ausgesetzt ist:
Datenübertragungen von einem Computer zu einem anderen erfolgen in der Regel über Netzwerke und im zunehmenden Maße über das Internet, dem weltweiten Zusammenschluß von vielen Netzwerken.
Unsichere und sichere Datenuebertragungswege SSL ist ein Protokoll, das die Datensicherheit auf einer
Schicht zwischen HTTP und TCP/IP gewährleistet. Dieses
Sicherheitsprotokoll, genannt SSL (Secure Sockets Layer), ermöglicht
Datenverschlüsselung, Echtheitsbestätigung von Servern und
Sicherstellen der Nachrichtenintegrität für TCP/IP-Verbindungen.
SSL ist der
W3C-Arbeitsgruppe
für Sicherheit als Standard für die Sicherheit von World Wide
Web-Browsern und -Servern im Internet vorgelegt worden. SSL führt vor dem Aufbau einer TCP/IP-Verbindung
eine Sicherheitsüberprüfung ("Handshake") durch. Diese Überprüfung
legt die Sicherheitsstufe fest, auf die sich der Client und der Server
einigen, und übernimmt die notwendigen Echtheitsbestätigungen für
die Verbindung. Während die Verbindung besteht, übernimmt SSL
die Ver- und Entschlüsselung des Datenstroms des verwendeten Protokolls
(z.B. HTTP beim WWW-Dienst). Sämtliche Informationen, sowohl die der
HTTP-Anfrage als auch die der HTTP-Antwort, werden vollständig verschlüsselt.
Dazu gehört auch die URL, die der Client anfordert, die in Formularen übermittelte
Informationen (wie etwa die Nummer einer Kreditkarte), die Informationen zur
Echtheitsbestätigung des HTTP-Zugriffs (Benutzernamen und Kennwörter)
sowie alle Daten, die der Server an den Client überträgt.
Das Konzept der optimierten Architektur lautet folgendermaßen:
Die Konsequenz daraus ist die Einführung einer Benutzerverwaltung.
Exkurs: Datenschutz
Die Technologie von Computersystemen
ist in nahezu jeden Lebensbereich eingedrungen und breitet sich mehr
und mehr aus. Beim Einkaufen, Zahlen, Buchen und Reservieren mittels bequemer
Chip- oder Magnetstreifenkarten, bei der Kommunikation mittels digitaler
Netze, bei Arztbesuchen mit Krankenversichertenkarten oder evtl. zukünftig
mit Patientenkarten, auch durch Teilnahme an Online-Diensten sowie an nationalen
und internationalen Netzwerken.
Das weltweite Computernetz Internet, in dem hunderttausende größere
Rechnerverbünde und somit Millionen einzelner Computer zusammengeschlossen
sind, hat sich zum weltgrößten und mächtigsten
globalen Informations- und Kommunikationsmedium entwickelt.
Aus diesen Gründen entwachsen jedoch gleichermaßen große Gefahren für die Systemsicherheit.
Wenn ein unsicheres Glied der Prozeßkette geknackt wird, dann ist möglicherweise das ganze System in Gefahr.
Informationen, die elektronisch gespeichert und übertragen werden, können - stelleweise sogar unbemerkt -
kopiert, manipuliert und
gelöscht werden.
- Verlust der Vertraulichkeit
Unter Vertraulichkeit von Informationen versteht man die Tatsache,
daß die Informationen nur Befugten zugänglich sind und kein
unbefugter Informationsgewinn stattfinden kann.
- Verlust der Integrität
Unter Integrität von Informationen versteht man die Tatsache,
daß Informationen nur von Befugten in beabsichtigter Weise verändert
und nicht unzulässig modifiziert werden können.
- Verlust der Verfügbarkeit
Mit Verfügbarkeit bezeichnet man den Tatbestand, daß Funktionen
eines IT-Systems ständig innerhalb einer vorgegebenen Zeit, die von
Funktion zu Funktion unterschiedlich sein kann, zur Verfügung stehen
und die Funktionalität des IT-Systems nicht vorübergehend oder
dauerhaft beeinträchtigt ist.
- Verlust der Verbindlichkeit
Verbindlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, daß Informationen
korrekt sind, die Nachweisbarkeit des Sendens und Empfangens gegeben ist,
elektronische Unterschriften geleistet werden können und neutrale
Gutachter existieren. Die Methoden und Verfahren müssen auch juristisch
akzeptiert werden. Dies betrifft insbesondere vertragliche Transaktionen,
die über Kommunikationssysteme zustande kommen.
- Verlust der Anonymität
Anonymität bedeutet die Möglichkeit, Transaktionen durchzuführen,
ohne den anderen Institutionen die eigene Identität preisgeben zu
müssen. Bei Streitigkeiten müssen die Transaktion und die beteiligten
Partner rekonstruierbar sein. Die theoretische Möglichkeit, so zu
verfahren, wurde nachgewiesen. Diese - aus Sicht des Datenschutzes wesentliche
- Grundbedrohung wird oft nicht gesondert aufgeführt, sondern auch
unter den "Verlust der Vertraulichkeit" gefaßt.
3.2.2 Datenübertragung
Insbesondere der Anschluß an das Internet ist mit erheblichen Gefährdungen
des Datenschutzes und der Datensicherheit verbunden, denn die Rechner und Übertragungswege
dieses weltweiten Computernetzes sind kaum kontrollierbar.
Aufgrund der Struktur des Internets ergeben sich zwei wesentliche Ursachen, die die Datenübertragung so unsicher machen:
Das ist zum einen die Tatsache, dass der Weg der Datenpakete oftmals nicht ohne weiteres voraussagbar ist. Die Datenpakete koennen ihren Weg ueber viele Zwischencomputer gehen, welche nicht unbedingt als vertrauenswuerdig anzusehen sind, weil sie die Datenpakete eventuell unbemerkt umleiten oder manipulieren koennen. Absender und Empfaenger eines Datenpaketes muessen diesen Vorgang noch nicht einmal bemerken, wenn der Zwischenhost diesen Vorgang geschickt verschleiert.
Der zweite Grund ist ebenso gravierend und stellt in Kombination mit dem ersten Grund ein grosses Sicherheitsproblem dar: Sofern keine Sicherheitsmassnahmen getroffen werden, ist die Kommunikation offen, so dass die uebertragenen Informationen von jeder Stelle auf dem Uebertragungsweg einsehbar sind.
Der erste Punkt ist kaum zu beeinflussen.
Das Problem der offenen Datenuebertragung kann hingehen dadurch eingedaemmt werden, indem die Informationen verschluesselt uebertragen werden. Die Daten bleiben dadurch zunaechst weiterhin lesbar, sind aber durch die Verschluesselung nicht mehr interpretierbar. Zudem kann eine Authentifizierung der Kommunikationspartner angefordert werden, d.h. es wird sichergestellt, dass die Kommunikation wirklich mit der gewuenschten Gegenstelle erfolgt und nicht mit einem Angreifer, der die Identitaet der eigentlichen Gegenstelle nur vortaeuscht.
Es existieren eine Reihe von Verschluesselungs- und Authentifizierungsmechanismen, von denen nur SSL angesprochen werden soll:
SSL: Secure Sockets Layer
(siehe auch : www.w3.org/Security/)
Optimierte Architektur
Für bestimmte Anwendungen kann die Gefahr der Datenintegritaet durch eine optimierte Architektur eingedaemmt werden. Die Konsequenzen aus den Gefahren des Abhörens und der Manipulation lassen sich dadurch minimieren.
Aufgrund des Bewusstseins, dass die oeffentlichen Kommunikationskanaele unsicher sind, werden ueber diese Kanäle kaum sensible Daten verschickt. Ein Kooperationspartner, der mit dem eigentlichen Zielsystem ueber eine sichere nichtoeffentliche Verbindung verbunden ist, empfaengt diese Daten und dient dabei als Vermittler. Der Vermittler filtert unzulässige Anfragen und übersetzt die unkritischen Anfragen, welche keine kritischen Daten enthalten, in konkrete Anfragen mit zu schützendem Inhalt.
Als Beispielszenario soll hier die Benutzung einer Datenbankverbindung dargestellt werden.
Es ist in der Regel notwendig, sich einem Datenbankmanagementsystem gegenueber mittels eines Benutzernamens und eines Passwortes zu authentifizieren. Mit Kenntnis dieser Authentifizierungen ist eine bestimmte Menge von Operationen auf diesem Datenbankmanagementsystem moeglich.
Moeglicherweise soll jedoch diese Menge von Operationen abhaengig von aeusseren Einfluessen zeitweise kleiner sein, also Restriktionen unterliegen, die das Datenbankmanagementsystem selber nicht anbietet (Beispielsweise das Verbot von mehrfachen Zugriff unter einem Benutzernamen zu einer bestimmten Uhrzeit).
Anders gesagt, mit Kenntnis der Authentifizierungen ist ein Anwender nicht an die gewuenschten Restriktionen gebunden und es ist somit der Zugriff auf das Datenbankmanagementsystem moeglich.
Die Konsequenz daraus ist eine Vorgehensweise, bei der einem externen Benutzer durch fehlende Authentifikation keine direkte Datenbankanbindung moeglich gemacht wird. Die Datenbankanbindung wird nur durch ein Mittlersystem gewaehrleistet, welches sich beliebig einrichten laesst, also auch sehr dynamisch Restriktionen einsetzen kann.
Dadurch, dass die Kommunikation mit dem Datenbanksystem stets ueber das Mittlersystem erfolgt, brauchen auf dem unsicheren Kommunikationskanal keine sicherheitskritischen Daten, wie zum Beispiel die Authentifizierungsdaten uebertragen werden. Der Anwender fragt auf dem Mittlersystem ueber einen allgemeinen Befehl eine Datenbankverbindung an ("startConnection()"). Bestehen von seiten des Mittlersystems keine Einwaende gegen diese Datenbankverbindung, so wird ueber den viel kuerzeren, sicheren Kanal die Authentifizierung gegenueber dem Datenbankmanagementsystem abgewickelt ( if (okay) { db_handle=connectDB() } ).
Die Anbindung an das Datenbankmanagementsystem (DBMS) ist somit erfolgt, der externe Anwender hat jedoch nur indirekten Zugriff. Um Operationen auf dem DBMS durchzufuehren, muss weiterhin das Mittlersystem angesprochen werden, welches entscheiden kann, welche Operationen wirklich ausgefuehrt werden sollen. Somit lassen sich durch das Mittlersystem kritische Operationen auf dem DBMS von vornherein abfangen.
Status der Umsetzung
3.2.3 Zugriff auf Daten
Der Zugriff auf Daten laesst sich genauer klassifizieren.
Manche Daten koennen nur abgerufen werden, ohne daß sie modifiziert werden können.
Andere Daten koennen nach dem Abrufen auch verändert werden.
Darueber hinaus kann man noch den Fall betrachten, dass die Existienz von Daten oder deren Struktur, Anordnung, Bezeichnung etc. - unabhaengig vom eigentlichen Informationsgehalt der Daten - nicht immer preisgegeben werden soll. Das heisst, im dritten Fall sind Informationen ueber die eigentlichen Daten gemeint, also Metadaten.
3.2.3.1 Abruf von Daten
Der Abruf von Daten ohne deren Modifikation ist die am wenigsten kritische Anwendung.
Im Alltag begegnet man einer sehr großen Anzahl von bereitgestellten Informationen, die bewußt oder unbewußt aufgenommen werden, wie zum Beispiel die Preisangabe eines Verkaufproduktes oder die Lichtsignale einer Ampelanlage. Diese Informationen können aufgenommen werden, weil sie zur Verfügung gestellt werden.
Es gibt jedoch auch Informationen, die bewußt nur einem beschränkten Personenkreis zugänglich gemacht werden, wie beispielsweise der Herstellerpreis eines Produktes oder die Anschriften der Mitarbeiter einer Firma.
Der Abruf dieser Daten ist somit nur eingeschränkt möglich. Diese Daten liegen zwar ebenso uncodiert vor wie allgemein zugängliche Daten, der Abruf wird jedoch durch eine Zugriffsbeschränkung verhindert.
Aus der Sicht des Datenschutzes muß also die Entscheidung gefällt werden, ob eine Information allgemein oder nur von einer Einzelperson bzw. einer bestimmten Personengruppe abrufbar sein soll.
3.2.3.2 Ändern von Daten
Das Ändern von Daten ist oftmals nicht möglich.
Das liegt zum Beispiel daran, daß der Urheber der Daten ein Exklusivitätsrecht durchsetzen möchte.
Ein weiterer Grund ist, daß die Datenauthentizität gewährleistet bleiben soll. Manche Informationen bleiben für die Empfänger nur authentisch, wenn sie wissen, daß nur bestimmte Personen diese Daten modifizieren können.
3.2.3.3 Metadaten
Metadaten stellen Informationen über eigentliche Daten dar.
Beispielsweise stellen der Verfasser und die Länge einer Nachricht Metadaten einer Nachricht dar. Diese Informationen stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang zur Nachricht selber. Denn der Verfasser kann eine zweite Nachricht in selber Länge verfassen, die (zwei betrachteten) Metadaten sind für diese zweite Nachricht die gleichen.
Andersherum kann eine andere Person eine identische Nachricht verfassen, wie die erste Person. Dadurch ist zwar die Nachricht selber die gleiche (bzw. dessen Informationsgehalt), die Metadaten sind jedoch verschieden, da der Verfasser nicht der selbe ist.
3.3 Die Benutzerverwaltung
3.3.1 Einleitung
Es ergibt sich also der Wunsch, einen benutzerabhängigen Zugriff auf die Daten zu realisieren.
Gedanken zur Implementierung - der Bezug zum Projekt
Im Rahmen des Projektes sind viele Stellen zu finden, bei denen die Fragestellung Anwendung findet, wem in welchem Maße Zugriff auf Daten gestattet werden soll.
Konkret geht es um folgende Informationen:
Anhand der Fragestellungen sieht man, daß sich die Betrachungen auf zwei Entitäten konzentrieren:
Man kann noch eine dritte Entität in die Betrachung einbeziehen:
Gruppen können andere Eigenschaften und Verhältnis- und Zutrittsrechte haben, als ein Benutzer m einzelnen betrachtet.
Informationen sollen nicht von jedem gelesen und geändert werden können.
Das Anwendungssystem soll den Benutzern individuelle Zugriffsrechte auf Informationen zuweisen können.
Die Umsetzung dieser Benutzerverwaltung realisiert also die Speicherung und Administration der Benutzerdaten und -rechte.
3.3.2 Erweiterung des ER-Modells
Die Benutzerdaten und -rechte verhalten sich sehr dynamisch, d.h. sie können jederzeit von mehreren Seiten geändert werden. Aus diesem Grunde wird die Speicherung dieser Informationen in einer Datenbank vorgenommen.
Zur Planung der Datenbankstruktur wurde ein Entity-Relationship(ER)-Modell entworfen, welches an das bereits vorhandene ER-Modell anknüpft.
In diesem ER-Modell sind drei Entities und drei Relationen zu finden:
User
Die Entität User repräsentiert einen Benutzer des Systems. Dem Benutzer werden bestimmte Eigenschaften zugesprochen, wie z.B. ein Name.
Gruppe
Mehrere Benutzer könne in Gruppen organisiert sein. Die Überlegung hierbei ist, daß man einer zusammengehörigen Menge von Benutzern Eigenschaften zusprechen kann, welche ein einzelner Benutzer nicht aufweist.
Einer Gruppe wird beispielsweise ein bestimmter Name zugewiesen und erhält das Recht, einen bestimmten Raum zu betreten.
Raum
Benutzer möchten Räume betreten können. Um dieses Recht einzelnen Benutzern oder Benutzergruppen zuweisen zu können, beinhaltet dieses erweiterte ER-Modell die Entität Raum. Diese Entität ist ebenfalls in dem einige Abschnitte zuvor erwähnten "allgemeinen" ER-Modell zu finden. Das ER-Modell der Benutzerverwaltung schließt genau über diese Entität an jenes ER-Modell an.
User ist_Mitglied (n:m) in Gruppe
Durch die n:m-Relation ist_Mitglied wird festgelegt, welcher User welcher Gruppe zugeordnet ist. Die Kardinalität sagt dabei aus, daß eine Gruppe aus mehreren Benutzern bestehen kann und ein Benutzer Mitglied in mehreren Gruppen sein kann.
User hat_Rechte (n:m) an Raum
Die Relation (User) hat_Rechte legt fest, welche Rechte ein User über einen Raum hat, also welche Zugriffsrechte das System dem User für einen Raum gestattet.
Ein User kann Zugriffsrechte auf mehrere Räume besitzen. Gleichermaßen können mehrere User für den gleichen Raum Zugriffsrechte besitzen. Deshalb liegt hier die Kardinalität n:m vor.
Gruppe hat_Rechte (n:m) an Raum
Die Relation (Gruppe) hat_Rechte behandelt analog zur obigen Relation die Zugriffsrechte von einer Gruppe auf einen Raum.
| User | Die Klasse User stellt Methoden zur Verfügung, die direkt mit einem einzelnen Benutzer zusammenhängen, wie z.B. die Abfrage der Zugriffsrechte dieses Benutzers auf einen bestimmten Raum oder die Ausübung von Zugriffsänderungsoperationen. |
| Group | Die Klasse Group stellt Methoden für Gruppen von Benutzern zur Verfügung, wie z.B. die Abfrage der Zugriffsrechte dieser Gruppe auf einen bestimmten Raum oder die Auflistung der Mitglieder dieser Gruppe. |
| Access | Die Klasse Access bietet eine generelle Sicht auf die Benutzerverwaltung. Sie stellt sozusagen die oberste Zugriffsschicht auf die Benutzerverwaltung dar. Ein Benutzer wird beispielsweise über die Klasse Access am System angemeldet. |
Access access=new Access();
User user1=access.login(username, passwd) // (username, passwd sind Strings)(momentan existiert der Benutzer "test" mit dem Passwort "test".)
int[] IDs=access.getAllUserIDs();
User user2=access.login(IDs[0],passwd);
User root=access.root_login(root_passwd);
boolean canEnterRoom(int RID), boolean canChangeRoom(int RID)und
boolean canGivePermissionsOnRoom(int RID)mittels derer die Rechte eines Users auf einen bestimmten Raum abgefragt werden können.
if (user1.canEnterRoom(3)) // 3 ist die logische ID eines bestimmten Raums // user1 kann den Raum mit der ID 3 betreten
roomowner1.changePermissionsOnRoom(RID,user1,Rechte)
Das Administrationstool wird als Applet in einem Appletviewer ausgeführt. Es wird gestartet mit dem Befehl
3.3.5 Benutzerverwaltung: Administrationstool
Bei der Verwendung der Benutzerverwaltung wird auf die zuvor vorgestellten sechs Tabellen zurückgegriffen. Da jedoch nicht nur Dateninhalte ausgelesen, sondern teilweise auch geändert oder neue hinzugefügt werden, muß ein Werkzeug bereitgestellt werden, welches die Verwaltung dieser Daten ermöglicht, dem sogenannten Administrationstool.
appletviewer Administrationstool.html
Da das Administrationstool auf zahlreiche zu schützende Daten zugreift, ist eine Identifizierung des Benutzers notwendig. Aus diesem Grund wird beim Start des Tools nach Username und Passwort des Benutzers gefragt.

Das Administrationstool stellt je nach Benutzer mehr oder weniger Funktionaltäten zur Verfügung. Beispielsweise kann nur der Benutzer root die Tabelle User einsehen und auch nur dieser Benutzer kann Änderungen an der Tabelle Gruppe vornehmen.
Um diese Unterscheidungen vornehmen zu können, setzt das Administrationstool die unter 3.3.4 vorgestellten Klassen ein.
Aus einer Auswahlliste kann der Benutzer die zu betrachtende Tabelle auswählen. (Mit dem Administrationstool können die Tabellen User, Group, Member, Userpermission und Grouppermission bearbeitet werden. Die weiter oben angesprochene Tabelle Room wird im Rahmen des Editors angesprochen, deswegen wird auf diese Tabelle nur indirekt zugegriffen).
Mittels der drei Buttons NEW, UPDATE und DELETE können neue Datensätze in eine Tabelle eingefügt werden, einzelne Werte einer Tabellenzeile aktualisiert werden oder ein Datensatz aus einer Tabelle gelöscht werden.

Das Adminstrationstool bietet dem Benutzer eine transparente Sicht auf die Daten der Tabellen und unterstützt ihn bei seinen Aktionen:
In den meisten Tabellen wird nur mit den Indizes der Tabellen User, Gruppe und Raum gearbeitet, der Benutzer kann mit diesen IDs jedoch wenig anfangen. Zu diesem Zweck wird sowohl bei der Auflistung der Tabelleninhalte, als auch beim Neuanlegen, Modifizieren und Löschen von Datensätzen neben den IDs auch immer die Bezeichnung der dazugehörigen Datensätze (ausgelesen aus dem Feld 'name') angezeigt:

Zum Punkt Löschen von Datensätzen ist noch folgendes zu erwähnen:
Löscht man Datensätze aus den Tabellen User oder Group, so kann das Konsequenzen auf die Tabellen Groupmember, Userpermission und Grouppermission haben. Dadurch daß das Datenbanksystem mySQL nicht den Mechanismus der referentiellen Integrität anbietet, weist das Administrationstool selber den Benutzer darauf hin, daß ein Löschen eines Datensatzes Ungereimtheiten in anderen Tabellen hervorrufen würde. Deswegen wird der Benutzer gegebenenfalls darauf hingewiesen.
Sollte der Benutzer beispielsweise einen Datensatz aus der Tabelle User löschen, so können daraus resultierend Datensätze in den Tabellen Groupmember, Userpermission und Grouppermission ungültig werden. Das Administrationstool kündigt deswegen gegebenenfalls in zwei Schritten an, daß auch in diesen Tabellen Datensätze gelöscht werden:

Da die Benutzung des Administrationstools bewußt benutzerfreundlich gestaltet wurde, wird hier auf eine weitere Anleitung verzichtet.